Gedankenkraft im Februar - Der Sonnengruß - Teil 3/12

Sonnensystem
Sonnensystem

Aktive energiespendende Sonne.

Der Februar  - ein Monat, in dem sich in der Natur wie ein Hin- und Hergerissensein zwischen winterlicher Ruhe und neu erwachtem Tatendrang äußern kann. Eisige Kälte oder wärmende Sonnenstrahlen treten ggf. auf. Aktivität muss allerdings nicht unbedingt nach außen getragen werden. Vorbereitungen lassen sich auch innen treffen. So hält es bspw.  zumeist der Gärtner.

सूर्यनमस्कार

Der Sonnengruß

Der Sonnengruß aus dem Yoga beschreibt in seinen 12 harmonisch miteinander verbundenen Teilübungen

künstlerisch 12 Teilaspekte der lebensnotwendigen und vielerorts verehrten Sonne. Ebenfalls zeigt sich in der Art der Zusammenstellung, in der Komposition  des gesamten Sonnengrußes eine weitere sonnenhafte Qualität.

 

Am leichtesten lässt sich der Sonnengruß in seiner Bedeutung erfassen, setzt man der Sonnenkraft  die schöpferische  Gedankenkraft gleich. Diese ruht als ein tiefes Potential in jedem Menschen.

 

Denkt man gegenwärtig  einen hohen und ehrlichen Gedanken und verfolgt diesen kontinuierlich über einen längeren Zeitraum, will man diesen Gedanken wahr werden lassen, so wird sich dieser einmal realisieren.

 

Der Sonnengruß beschreibt den Weg des rhythmischen Reifens des Gedankens, der Zielsetzung bis hin zur Umsetzung bzw. symbolisch die Erdumlaufzeit der Sonne. Die 12 Teilübungen verbinden sich inhaltlich mit den 12 Monaten. Ein wiederholt gedachter, gefühlter, gewollter Gedanke prägt den Menschen zunehmend. Manche Gedanken, sehr gehobene Gedanken brauchen zuweilen ein volles Jahr bis zum Erzielen einer Erkenntnis, einer Handlung, einer Verwirklichung.


3. Position


Oṃ suryāya namaḥ

 

 (klassisches Mantra auf Sanskrit zur dritten Stellung im Sonnengruß, sūrya namaskār)

 

In der klassischen Interpretation steht 'surya' für den Sonnengott in seiner zentralen Qualität des alles Aktivierenden und Sinnbild für die eigene innere Aktivität. Er ist Symbol für kosmische Energie. Surya gilt als zentrale Quelle für alle weiteren energetischen Qualitäten. Der Wagen des Sonnengottes surya wird von sieben Pferden gezogen. Die Pferde stehen für Planeten, für die Farben des Lichtes, die sich im Regenbogen zeigen und auch für die sieben Haupt-Cakren des Menschen. Die Arbeit des surya ist farbenfroh und bietet unbegrenzte Kombinations- und Verwandlungsmöglichkeiten. Die Aktivität Surya wird als unzählbar beschrieben. Auch könne ihr Anfangspunkt nicht bestimmt werden und der Endpunkt sei unvorstellbar. Suryas Energie steht allen Lebewesen gleichermaßen zur Verfügung und bringt eine unendliche Variation an Lebewesen hervor. Kein Blatt ist wie ein anderes, kein Mensch wie ein anderer - in Erscheinung  sowie in Handlungen. surya ist omnipresent in allem und in jeder Tätigkeit.

 

Sanskrit

(klassische Übersetzung)

 

सूर्य sūrya

N. m. Sonne, zentrale Aktivität, aktivierende Kraft; Quintessenz, Weltenherrscher

 

Who is the dispeller of darkness and responsible for bringing activity.

 

 

 

Om sūryāya namaḥ

 

Ich grüße dich, der du Ursache aller Aktivität bist.

 

(Berührung des Surya-Aspektes durch eigene Aktivität)


"wie ein Knabe"

(deutsches Mantra von Heinz Grill zur 3. Stellung)

 

 

 

"Intensive Dehnung nach vorne bei gleichzeitiger Ausatmung. Der Gedanke reift im Monat Februar weiter, bleibt aber noch unoffenbar wie ein Keimling unter der Erde. der Gedanke ist wie ein Knabe, der noch nicht die Mündigkeit und Bewusstheit des Lebens erlangt hat."

 

Aus: Heinz Grill: Die Seelendimension des Yoga. Praktische Grundlagen zu einem spirituellem Übungsweg.

Zeichung der 3 Position im Sonnengruß von Ch. A.  (Berlin)
Zeichung der 3 Position im Sonnengruß von Ch. A. (Berlin)

Deutsches Mantra von Heinz Grill:

1 "Aus dem Mutterboden wächst das Selbst"

2 "in sprießender Energie"

3 "wie ein Knabe"

... Fortsetzung folgt.


Kommentar schreiben

Kommentare: 0